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+++ Ausstellungsparcours zu transkulturellen Geschichten von Objekten im Museum für Islamische Kunst +++

Wie kommt die Fassade eines Wüstenschlosses nach Berlin? Wieso stellt ein Gemälde den Papst auf einem arabischen Teppich dar? Welches geheime Wissen wanderte aus dem Irak bis nach Italien?

Ein neuer Ausstellungsparcours im Museum für Islamische Kunst zeichnet nach, wie unterschiedlichste Objekte über verschiedene Kontinente gewandert sind und wie Motive, Formen und Herstellungstechniken ein Netzwerk von Bezügen zu verschiedensten Kulturen verraten, die man heute vielleicht nicht unbedingt mit „islamischer Kunst“ in Verbindung bringen würde.

So will der Parcours, der ab dem 29. April 2016 als Teil der Dauerausstellung zu verfolgen ist, heutige Vorstellungen kultureller Grenzen in Frage stellen. Weiterlesen »

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Bildschirmfoto 2014-12-11 um 14.33.45

Die Ausstellung Gottfried Lindauer. Die Māori Portraits fordert dazu auf, gewohnte Denkrahmen zu überschreiten. Bisher wurden in der Alten Nationalgalerie Werke europäischer Künstler ausgestellt, nun werden dort die Bilder eines Malers ins Licht gerückt, dessen Identität und Werk sich eindeutigen Zuordnungen entziehen. War Lindauer Künstler, war er Ethnograph? Warum hat er hauptsächlich die indigene Bevölkerung Neuseelands dargestellt? Sind seine Werke strategische Inszenierungen des Fremden oder standen sie im Dienst kolonialer Zwecke?

Im Auftrag von Daniela Bystron (verantwortlich für die Bildungs- und Vermittlungsarbeit am Hamburger Bahnhof der Staatlichen Museen zu Berlin) und gemeinsam mit Anne Fäser (http://annefaeser.de), konzipierte ich das Vermittlungsprogramm zur Ausstellung, die vom  20.11.2014 bis zum 12.04.2015 in der Alten Nationalgalerie zu sehen ist.

Im Zentrum des Programms stehen Dialoge und der Wechsel von Perspektiven. Dabei soll nicht nur das was wir sehen eine Rolle spielen, sondern auch die Frage, was den Blick lenkt und unsere Wahrnehmungsweisen prägt. Mehrfach gibt es Gelegenheit die Stimmen derjenigen zu hören, die Lindauers Porträts zu ihrem kulturellen Erbe zählen. Wöchentlich besteht die Möglichkeit vor den Werken mit Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Disziplinen ins Gespräch zu kommen.

Jugendliche sind dazu aufgefordert, sich an der Diskussion zu beteiligen – im Rahmen öffentlicher Führungen oder in den für Schulklassen buchbaren Ausstellungsgesprächen.

Wer lieber still durch die Ausstellung geht, kann seine Gedanken in einem Besucherbuch hinterlassen, das wir der Auckland Art Gallery Toi o Tāmaki und den Nachfahren der Dargestellten überreichen. Es gibt außerdem eine Lesung, einen Filmabend und eine Performance.

Zum Ausstellungsende gibt es im Rahmen einer Podiumsdiskussion noch einmal Gelegenheit, mit den Kurator/innen der Ausstellung aus Berlin und Auckland Rückschau zu halten und Abschied zu nehmen.

Mehr zum Projekt und das ausführliche Vermittlungsprogramm finden Sie hier: https://www.freunde-der-nationalgalerie.de/de/projekte/ausstellungen/2014/gottfried-lindauer.html

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, mich mit den Ausstellungskonzepten des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums für das zukünftige Humboldt-Forum zu beschäftigen.

Im Auftrag der Stabsstelle Humboldt-Forum formulierte ich Konzept-Zusammenfassungen für die insgesamt mehr als 30 Ausstellungsmodule der beiden Häuser bzw. ihrer verschiedenen Fachreferate und Kurator/-innen.

Die Texte sind nun in der Humboldt-Box zu finden und bieten der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die Vorhaben.

An jedem zweiten Donnerstag im Monat erläutern die Kurator/-innen im Rahmen eines Werkstattgesprächs ihre Konzepte und stehen für Diskussion und Austausch bereit.

  • Weitere Infos:

http://www.humboldt-forum.de/humboldt-box/

Im Rahmen eines Kooperationsprojekt zwischen den Staatlichen Museen zu Berlin, den Sharjah Museums Department und dem Goethe-Institut Abu Dhabi hatte ich Anfang 2014 die Gelegenheit, in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen.

Die Projektleiterin Dr. Susan Kamel (http://www.experimentierfeld-museologie.org) beauftragte mich gemeinsam mit Gundula Avenarius (http://kulturimdialog-berlin.de) ein 4-tägiges Seminarangebot für die Mitarbeiterinnen der Vermittlungsabteilung des Sharjah Museum Departments zu realisieren.

In diesem Seminar sollte sich alles um die Frage drehen, welche Strategien Museen anwenden können, um sich stärker und intensiver als bisher, mit ihren diversen Öffentlichkeiten verbinden können. Da in der Museumswelt vieles Interessantes und Innovatives aus England kommt und wir selbst auch zahlreiche praktische Erfahrungen damit hatten, stellen wir das Konzept des „Revisiting Collections“ vor.

Das Konzept des „Revisiting Collections“ wurde zwischen 2004 und 2009 vom Museums, Libraries and Archives Council und dem Collections Trust in London entwickelt und definiert sich als Angebot zur Neubetrachtung und Neu-Interpretation von Museumssammlungen (oder Teilen von Museumssammlungen) durch externe Personen/-Gruppen. Eine Ausführliche Beschreibung des Konzepts und seiner Ziele finden sich hier: http://www.collectionstrust.org.uk/collections-skills/revisiting-collections

Gemeinsam mit den Kolleginnen aus Sharjah schauten wir uns nach dem RC-Prinzip Objekte aus der Sammlung des dortigen Museums für Islamische Kunst an und tauschten unser Wissen und unsere Fragen über die Dinge, aber auch persönliche Geschichten aus. Durch diesen „learning by doing“ Ansatz wollten wir erfahrbar machen, welch ein lebendiger Austausch, aber auch welche Erkenntnisse durch das Prinzip des Neusichtens von Sammlungen gewonnen werden kann.

Neben dem Prinzip des Revisiting Collections stellten wir verschiedene andere praktische Übungen und Methoden des Objekt-orientierten Lernens vor und diskutierten diese im Zusammenhang mit theoretischen Ansätzen wie dem „dialogischen Lernen“ oder dem „Konstruktivismus“, woraus sich ein intensiver Austausch ergab.

Alles in allem erlaubte das 4-tägige Seminar mir und meiner Kollegin Gundula Avenarius einen kurzen aber intensiven Einblick in die Arbeitsbedingungen, Denk- und Arbeitsweisen der Kolleginnen in Sharjah, was ich als sehr bereichernd empfand.

Persönlich beeindruckte mich das Prinzip der Ketten-SMS, das ich hier kennen lernte. Das Museum schickt bei einem für die spezifische Zielgruppe interessanten Event eine SMS an Multiplikatoren, die diese dann an weitere Personen weiterleiten.

Es scheint, dass Museen hier  noch viel stärker als bei uns in Europa als ein Ort für das soziale Come together wahrgenommen bzw. genutzt werden und es eine nachhaltige Verbindung zwischen Museen und Zielgruppen gibt. Demgegenüber habe ich als Freiberufler in Deutschland schon manches Mal die Erfahrung gemacht, dass man für ein Projekt, das man realisieren möchte oder für das man beauftragt wurde, am besten gleich auch sein Netzwerk mitbringt, weil nicht alle Museen es schaffen, nachhaltige Verbindungen zu ihren unterschiedlichen Zielgruppen aufzubauen.

 

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Wir freuen uns, mit unserem Hörspaziergang „Alte Wege gehen, neue Wege sehen“, Bestandteil der ersten Ausgabe eines Festivals zu sein, das sich mit dem Thema „Stadtführung“ beschäftigt:  das B_Tour Festival 2013

Das Festival versammelt Touren, die sich auf unterschiedliche Weise mit den vielen verschiedenen Wirklichkeitsebenen von urbanen Räumen auseinandersetzen. 

Weitere Informationen zum Programm, Orten und Zeiten unter:  http://b-tour.org

Hörspaziergang_Britz_Roos_Versteeg…so lautet der Titel des Hörspaziergangs, den ich gemeinsam mit der Künstlerin Roos Versteeg im Rahmen einer Workshopreihe am Museum Neukölln und vor allem Dank der 14 Projektbeteiligten, die mit uns diskutiert haben und/oder uns Ihre Geschichten zur Verfügung gestellt haben, entwickelt habe. Die Ankündigung der Projektpräsentation letzte Woche im Museum Neukölln gibt einen Einblick in den Beschäftigungsprozess und das Endergebnis: http://www.museum-neukoelln.de/blog/?p=2363 Ab sofort online ebenso die Projektwebsite: wegegeheneinhoerspaziergang.de mit Informationen zum Projekt und einem kostenlosen Download Link.

http://facettenneukoelln.wordpress.com/2012/06/26/erinnerungen-fur-die-zukunft/

Das Facetten-Magazin Neukölln war zu Gast in unserer Geschichtswerkstatt, der entstandene Artikel gibt einen schönen Einblick in unsere Arbeit. Vielen Dank dafür.